Saison 2013 / 2014.
Der Umbau des Meisterteams.
Jede Saison hat ihre eigene Geschichte, auch wenn im Rückblick und im Endergebnis gewisse Parallelen zu den beiden vorangegangenen Spielzeiten unübersehbar sind. Auf der sportlichen Ebene ist der HCD zum dritten Mal in Folge im Viertelfinal ausgeschieden. Die Zielvor-gabe Halbfinal wurde nicht erreicht, aber immerhin ist der HCD mittlerweile das einzige NLA-Team, das die Playoffs noch nie verpasst hat. Aus wirtschaftlicher Sicht bringt das Geschäftsjahr 2013/14 nach dem ausgeglichenen Ergebnis des Vorjahrs einen Rückschlag. Die kon-solidierte Jahresrechnung weist ein Defizit von CHF 928 079.55 aus. Auf der Ertragsseite sind gewisse Mindereinnahmen im Ticketing und im Merchandising zu verzeichnen. Beim Aufwand fällt insbesondere ins Gewicht, dass der HCD schon zum zweiten Mal sehr erhebliche Zahlungen an die übrigen Klubs der Liga leisten musste, um den Spengler Cup durchführen zu können. Diese Mehrkosten können erst wirklich kompensiert werden, wenn der HCD ab 2015 die Gesamtvermarktung des Spengler Cups selbst übernimmt. Ein weiterer wich-tiger Grund für das unbefriedigende Gesamtergebnis sind die (noch) nicht erfüllten Erwartungen im Bereich Catering.

Das Fanionteam auf sportlicher Berg- und Talfahrt

Ab Ende September und bis in den November hinein sehen wir einen geradezu brillanten HCD. Das Team harmoniert in allen Belangen und grüsst nicht weniger als zwölfmal vom Tabellenplatz 1. Zwischen Dezember und März kommt die Konstanz der Startphase abhanden, Licht und Schatten wechseln sich ab, und so resultiert am Ende der sechste Qualifikationsrang. Der Viertelfinalgegner kommt diesmal nicht aus Zürich, sondern aus Kloten. Der Playoff-Auftakt gelingt nach Mass, die beiden ersten Spiele werden gewonnen. Aber dann reisst der Faden und die Flyers wenden die Serie mit 4 :2 zu ihren Gunsten. Unter den zwölf NLA-Mannschaften hat der HCD seinen Platz im Mittelfeld behauptet; der  Umbau/Neuaufbau des früheren Meisterteams wird fortgesetzt.

Genève-Servette schreibt Spengler-Cup-Geschichte

Erstmals seit 1945 kann sich am Davoser Traditionsturnier wieder eine Schweizer Mannschaft als Sieger feiern lassen, die nicht den Namen HCD trägt: 1945 hiess der Sieger ZSC, 2013 Genève-Servette. Die Westschweizer verdienen sich den für viele überraschenden Triumph mit einem 5:3-Finalsieg gegen das Star-Ensemble von CSKA Moskau. Zuvor eliminierte die McSorley-Truppe im Halbfinal den zwölffachen Titelträger Team Canada. Im zweiten Halbfinal verliert der HCD knapp mit 5:6 nach Penaltyschiessen gegen CSKA Moskau. Insgesamt stösst die 87.Turnierauflage auf sehr grosses Publikumsinteresse im Stadion und in den Medien. Neun der elf Partien sind ausverkauft, d. h. die Vaillant Arena ist zu 96 Prozent ausgelastet. Als mediale Schlagerpartie erweist sich einmal mehr das Vorrundenspiel zwischen dem Gastgeber Hockey Club Davos und dem Team Canada. Europaweit wird das Spiel via Eurosport und SRF von 2,6Millionen Personen verfolgt. In Kanada erreicht das gleiche Spiel auf TSN eine Quote von 686 000 Zuschauern.

Fünf prägende Figuren verabschieden sich vom HCD

Vertragsverlängerungen, Zuzüge und Abgänge gehören zum Berufsalltag jedes Sportchefs, so auch beim Hockey Club Davos. Am Ende der Saison 2013/14 kommt es beim HCD zu einem kleinen Exodus von fünf Stammspielern, die insgesamt 47 (!) Jahre beim Rekordmeister unter Vertrag standen. Einen Klubwechsel vollziehen Peter Guggisberg (elf HCD-Jahre), Dario Bürgler (sieben Jahre), Robin Grossmann (sechs Jahre) und René Back (sechs Jahre). Mit Sandro Rizzi verlässt eine eigentliche Kultfigur die Arena. Der gebürtige Engadiner hat seine gesamte 17-jährige Laufbahn als Spitzensportler im Landwassertal verbracht. Fünf Mal ist er mit dem Meistertitel belohnt worden. Er hat alles erlebt, was ein Berufssportler erleben kann: Höhenflüge und Enttäuschungen, Verletzungen und Rückschläge. Als Defensiv-Center und Captain hat er sich im Laufe seiner Davoser Jahre zu einem wahren Champion und Vorbild für viele junge Spieler entwickelt. Sandro Rizzi bleibt dem HCD in einer neuen Funktion erhalten: Er arbeitet in der Marketingabteilung im Bereich Event und Kommunikation.

Grosse Herausforderungen im HCD-Managementbereich

Seit dem 1. Juli 2013 führt Bill B. Mistura als Geschäftsführer die HC Davos Management AG. Er hat sich rasch in den sehr vielseitigen Aufgabenbereich eingearbeitet. Nach Einführung einer neuen Organisationsstruktur liegt ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf einer stärkeren Vernetzung des HCD mit KMU-Betrieben in der Südost- und Ostschweiz. Zu diesem Zweck hat er das Werbeprodukt «HCD-Partner 1921» auf den Markt gebracht. Kernpunkt des Angebots ist es, interessierten Firmen eine optimale Präsenz im HCD-Umfeld zu bieten. Dank dem Engagement von drei Verkaufsberatern ist es mittlerweile gelungen, mehr als hundert solche Partnerschaften abzuschliessen. Eine zweite grosse Herausforderung bildet die Selbstvermarktung des Spengler Cups ab 2015. Seit 2007 ist das Davoser Traditionsturnier von der Vermarktungsagentur IMG sehr erfolgreich betreut worden. Durch die Eigenvermarktung verspricht sich der Verwaltungsrat mehr Eigenständigkeit und Flexibilität, bessere Synergien zum HC Davos sowie erhebliche Mehreinnahmen auf mittlere und längere Sicht.

HCD-Gastrobereich mit Licht und Schatten

Markante Licht- und Schattenkontraste prägen die HCD-Gastronomiesparte. Positiv entwickelt sich weiterhin das in Eigenregie betriebene Restaurant Time-Out. Im Stadioncatering und im fremdverpachteten Restaurant Nordside sind leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Insgesamt generieren die drei Betriebe wie im Vorjahr einen Reingewinn in der Grössenordnung von CHF 400 000.–. Stark negativ ins Gewicht fällt der Betriebsverlust von CHF 692 423.21 beim Restaurant Strozzi’s Spengler’s. Seit Juli 2013 liegt die operative Führung des Betriebs in den Händen des HCD. Der Geschäftsgang hat sich mittlerweile so stabilisiert, dass mittelfristig mit positiven Jahresergebnissen gerechnet werden darf.

HCD-Gönnerorganisationen mit erfreulichem Mitgliederzuwachs

Der vor 25 Jahren gegründete Club’89 hat Anfang 2014 die «Schallmauer» von 300 Mitgliedern durchbrochen. Insgesamt 160 Firmenund 140 Privatmitglieder zählen nun zu dieser traditionsreichen Gönnerorganisation. Gezielte Akquisitionsaktivitäten speziell in der Ostschweiz sind der Grund für diesen höchst willkommenen Mitgliederzuwachs. Seit zwölf Jahren unterstützt die Stiftung HCD Hockey Academy die Nachwuchsarbeit des HCD. Als bedeutendste der drei Gönnerorganisationen kann der HCD Kristall Club auf ein achtjähriges Wirken zurückblicken. Dank einer Statutenanpassung ist die auf 50 Personen limitierte Mitgliederzahl auf 60 erhöht worden, was eine bauliche Anpassung der Klubinfrastruktur in der Vaillant Arena notwendig machte. An die Erweiter ungskosten von CHF 1 Mio. leistete die Gemeinde Davos als Stadionbesitzerin einen Beitrag von CHF 300 000.–. Für den HCD sind die Gönnerorganisationen von exis - tenzieller Bedeutung. Ohne sie wäre ein Spielbetrieb in der Topliga und die damit verbundene Nachwuchsförderung absolut undenkbar.

Herbert Batliner Stiftung ermöglicht neue Nutzung des früheren Hotels Crystal

Seit 2011 unterstützt die in Davos domizilierte Herbert Batliner Stiftung talentier te Jungspieler in Graubünden mit Förderbeiträgen. Jetzt erweitert die Stiftung ihre Aktivitäten durch den Zukauf des in Eisbahnnähe gelegenen ehemaligen Hotels Crystal. Das Haus ist im Sommer 2014 zu einer Liegenschaft mit Geschäftsräumen und Wohneinheiten umgebaut worden. Die Stiftung vermietet die Räumlichkeiten im Erdgeschoss dem HCD, der dor t im Herbst seine Geschäftsstelle einrichtet. Die Wohneinheiten werden durch die Stiftung selbst verwaltet. Sie sollen primär Stipendienempfängern als kostengünstige Unterkünfte dienen. Das renovierte und neu genutzte Gebäude nennt sich inskünftig «Herbert Batliner Haus». Damit werden die grossen Verdienste des Stifters Prof. Dr. Dr. Herbert Batliner um die Ausbildungsförderung junger, eishockeybegeisterter Talente gebührend gewürdigt.

Positive Signale an den wichtigen HCD-Fronten

Der Hockey Club Davos ist ein vitales, mittelgrosses Mehrspartenunternehmen in den Bereichen Spitzenspor t, Ausbildung, Eventmanagement und Gastronomie. Derzeit werden in allen erwähnten Spar ten Weichen gestellt, die unserem über 90-jährigen Traditionsklub im Landwassertal eine positive Entwicklung ermöglichen sollen. Im Fanionteam ist die Erneuerung der Mannschaft in vollem Gang. Im Nachwuchsbereich zeichnet sich eine zukunftsorientierte über regionale Kooperation zwischen den vier Klubs HCD, EHC Chur, HC Prättigau- Herrschaft und SC Rheintal ab. Die Spengler-Cup-Organisation wird  derzeit personell so erweitert, dass die Vermarktung ab 2015 in Eigenregie erfolgen kann. Der Gastrobereich steht nach wie vor im Fokus, denn er gehört zum «Gesamterlebnis Eishockey». Angesichts der neu entstehenden Aktivitäten ist eine substanzielle Kapitalerhöhung in Vorbereitung, die der Generalversammlung 2014 unterbreitet wird. Alles in allem stellen wir fest: Punktuelle Schwierigkeiten und Rückschläge tun der Aufbruchstimmung erfreulicherweise keinen Abbruch. Wir danken allen unseren Aktionären, Vereinsmitgliedern, Fans, Sponsoren, Partnern und Gönnern für ihre Grosszügigkeit und Treue zum HCD. Sie machen es möglich, dass wir als Verwaltungsräte und Vorstände mit Schwung und Optimismus zu neuen Taten aufbrechen.


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