Saison 2010 / 2011.
30 Titel in 90 Jahren.

Ein schöneres Geschenk zum 90. Geburtstag hätte der HCD seinen Fans, seinen Gönnern, seinen Sponsoren – und sich selbst – wohl nicht machen können: Nach dem Gewinn der Regular Season mit einem neuen Punkterekord holt unser Fanionteam den Meisterpokal zum dreissigsten Mal ins Landwassertal! Die Playoffs bringt die Mannschaft in nur 14 Spielen hinter sich. 4:0 gegen Fribourg-Gottéron, 4:0 gegen den EV Zug und 4:2 gegen die Kloten Flyers lauten die klaren Ergebnisse in den drei Finalserien. Die HCD-Anhänger sind begeistert und die Medien geizen nicht mit Superlativen: «Der beste HCD aller Zeiten!» lesen wir im Fachmagazin «Slapshot» und die «Südostschweiz» stellt sachlich fest: «Das System Arno Del Curto funktioniert immer besser.»

Arno Del Curto krönt seine 15. HCD-Saison mit seinem fünften Titel

Ehre wem Ehre gebührt: Unser Headcoach ist der Chefpilot des HCD-Höhenflugs, der nun seit einem Jahrzehnt andauert. Die Davoser Titelserie 2002, 2005, 2007, 2009 und 2011 erinnert an gloriose, wenn auch längst vergangene Zeiten aus der Frühzeit des Schweizer Eishockeys. Arno Del Curto stösst 1996 zu unserem Club. Er erreicht auf Anhieb den Meisterschafts-Halbfinal und Final. Aber dann scheidet sein Team drei Mal in Folge im Viertelfinal aus. Erst in seiner sechsten Davoser Saison wird seine Aufbauarbeit mit dem ersten HCD-Schweizermeistertitel seit 17 (!) Jahren belohnt. Das zeigt zweierlei: auch Meistertrainer fallen nicht vom Himmel und eine nachhaltige Leistungskultur lässt sich nicht über Nacht installieren.

Schwarze Zahlen im Meisterjahr 2010/11

Nach dem kleinen Minus im Vorjahr schliesst die Jahresrechnung im Berichtsjahr 2010/11 ausgeglichen, d.h mit einem Gewinn von 14 113 Franken, ab. Ertragssteigerungen sind auf allen Positionen zu verzeichnen. Dank mehr Playoff-Heimspielen steigt der Ticketertrag von 6.1 auf rekordhohe 7.6 Mio. Franken. Im Merchandising wächst der Umsatz von Fanartikeln auf nahezu 1Mio. Franken. Eine markante Steigerung erfahren auch die Einnahmen aus Gönnerbeiträgen der beiden Supporter-Vereinigungen Kristall Club und Club’89. Demgegenüber stehen höhere Aufwendungen für den Spielbetrieb und die erfolgsabhängigen Spielerentschädigungen.

Catering als neue Ertragssäule gewinnt an Bedeutung

Das Hallen-Catering betreibt der HCD seit dem 1.November 2009 in Eigenregie und auch das Restaurant Time-Out läuft über die Rechnung der HC Davos Management AG. Aufgrund der neuen Abmachungen steigt der Catering-Umsatz zwischen 2009 und 2011 von 380 000 auf 2.36 Mio Franken. Der Reingewinn der Sparte Catering erreicht im Berichtsjahr 294 000 Franken.

Vaillant Arena als Dauerbaustelle

Die Davoser Vaillant Arena, so attraktiv sie sich von aussen präsentiert, hat weiterhin beträchtliches Verbesserungspotential – insbesondere was Zuschauerkomfort und Cateringeinrichtungen betrifft. Nötig wäre eine zweite, grössere Sanierungsetappe, für die entsprechende Pläne vorliegen. Allerdings ist der HC Davos nicht Besitzer, sondern lediglich Nutzer des Stadions. Daher lässt sich das Projekt nur gemeinsam mit der Gemeinde Davos verwirklichen. Bis es soweit ist, können immerhin da und dort Detailverbesserungen realisiert werden: Licht und Beschallung sind komplett erneuert worden, ebenso die Banden und die Klarsicht-Verglasung rund ums Spielfeld. Auf der südlichen Tribünenseite gibt es neu 48 Rinkside-Sitzplätze. Zudem ist der ehemalige Stehplatzsektor im Südwesten zur Sitzplatztribüne geworden.

Spengler Cup vor wichtigen Weichenstellungen

«Der Hockey Club Davos hat den Spengler Cup zu einem Event entwickelt, der heute das Überleben des Clubs sicherstellt. Ohne die Meisterschaftspause zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es keinen Spengler Cup und damit auch den HC Davos nicht mehr.» Mit dieser eindeutigen Feststellung benennt HCD-Vizepräsident Gaudenz F. Domenig die Situation, die nach dem Ablauf des TV-Vertrags am Ende der Saison 2011/12 zu lösen ist. Noch steht nicht fest, wie die Verhandlungen zwischen Verband, Fernsehgesellschaften und den NLA-Clubs ausgehen werden. Klar ist einzig, dass der Spengler Cup 2011 zum 85. Mal über die Bühne gehen wird – wiederum im neuen, attraktiven Turnierformat mit vier ausländischen und zwei Schweizer Mannschaften.

Gönnerorganisationen als tragende Säulen im HCD-Finanzierungskonzept

Genauso wie der Spengler Cup leisten auch die beiden HCD-Gönnerorganisationen einen ganz entscheidenden Beitrag zum wirtschaftlichen Gleichgewicht der HCD-Aktiengesellschaften und des Vereins Hockey Club Davos. Auch hier gilt die Devise: ohne Club’89 und ohne HCD-Kristall Club wäre Spitzeneishockey in Davos undenkbar. Die beiden Gönnervereinigungen stehen seit ihren Anfängen im Jahre 1989 bzw. 2006 als absolut verlässliche Partner zu ihrem HCD und dies gleichermassen in guten wie in krisenhaften Zeiten! Mit welcher Einstellung dies geschieht, geht beispielhaft aus der Selbstdarstellung des Kristall Club hervor, wo es heisst: «Die Mitglieder sehen sich primär als HCD-Fans. Sie verfolgen keine persönlichen Interessen, sondern stellen die Philosophie des Clubs unter die Maxime der Leidenschaft und Freundschaft. » Auch beim Club’89 stehen nicht geschäftliche Aspekte im Vordergr und, sondern die Nähe zum HCD und die persönliche Verbindung zu gleichgesinnten Clubmitgliedern.

Erweiterung des Verwaltungsrats ab 2011/12

Seit der existenzbedrohenden Krise von 2004 halten die damals eingesetzten fünf  Verwaltungsratsmitglieder den Hockey Club Davos auf stabilem Erfolgskurs. Ihre anforderungsreiche Arbeit im Hintergrund steht – wie im sportlichen Bereich – im Zeichen von Kontinuität und Qualität. Damit das auch in Zukunft so bleiben kann, wird das strategische Führungsgremium ab dem kommenden Geschäftsjahr um zwei Mitglieder erweitert. Entsprechende Anträge werden den Aktionären an der Generalversammlung vom 29. Oktober 2011 unterbreitet.

Professionelle Nachwuchsförderung als wichtigste Vereinsaufgabe

Im Oktober 2010 herrscht beim HCD Personalnotstand. Sieben Stammspieler fallen verletzungshalber aus. Im Falle solcher Situationen darf sich glücklich schätzen, wer über ein Reservoir an talentierten, einsatzbereiten Nachwuchsspieler n verfügt. Der HCD gehör t zu diesen Glücklichen und übersteht dank bravouröser Leistung seiner Youngsters den Engpass einigermassen unbeschadet. Allerdings sind im Bereich Nachwuchsförderung die Ansprüche und Anforder ungen im Vergleich zu früher stark gestiegen. Die Spannweite von den kleinsten Hockeyschülern bis hinauf zu den Elite-A-Cracks ist enorm. Die massgeschneiderte, altersgerechte Schulung und Begleitung unserer rund 150 Jungspieler ist die Kernaufgabe des Vereins Hockey Club Davos. Wir arbeiten dort mit professionellen Trainern und zahlreichen ehrenamtlich tätigen Betreuern und Mitarbeiter n. Damit steht ausser Zweifel: der Verein und seine über tausend Mitglieder gehören zu den wichtigsten Garanten für zukünftige HCD-Erfolge!

Ein grosses Dankeschön allen HCD-Partnern im ganzen Land

Wer mit Danken anfängt, kann im Falle des HCD eigentlich gar nicht mehr damit aufhören, so vielfältig und zahlreich sind die Adressaten, die diesen Dank verdienen! Wir sind dankbar für jeden Fan, der hinter uns steht, für jeden Sponsor, der mit uns zusammenarbeitet und auch für jeden Vater, der seine Freizeit als ehrenamtlicher Trainer dem HCD-Nachwuchs schenkt. Einen speziellen Dank richten wir für einmal auch an die Medienschaffenden, die unser Tun und Lassen mit viel Wohlwollen und nötigenfalls auch mit kritischem Geist verfolgen. Zu unserem 90. Geburtstag hat uns eine Publikation ganz besondere Freude bereitet: die Sonderbeilage der Davoser Zeitung mit dem Titel « Phänomen HC Davos ». Auf 32 Seiten werden alle 30 HCD-Meister titel in Wor t und Bild gewürdigt. Wahrlich ein Geburtstagssouvenir von bleibendem Wert. Herzlichen Dank!

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