Saison 2009 / 2010.
Ende im Viertelfinal.

4. Qualifikationsrang und Saisonschluss im Viertelfinal

Insgesamt dreimal im letzten Jahrzehnt hat der HCD die Meisterschaft auf der untersten Playoff-Stufe beendet – diesmal in drei Heim- und drei Auswärtsspielen gegen die Kloten Flyers. Die Serie ging mit dem Gesamtscore von 2:4 an die Flieger, die sich so für ihre Finalniederlage vom Vorjahr revanchieren konnten. Es liegt nicht in unserer Absicht, dieses relativ frühe Ausscheiden aus dem Meisterschaftsrennenin irgendeiner Weise schönzureden. Tatsache ist aber, dass ins Gewicht fallende Spielerabgänge sowie verletzungsbedingte Ausfälle von Schlüsselspielern wie Marc Gianola, Peter Guggisberg und Lukas Stoop unsere Mannschaft spürbar geschwächt haben. Dazu kommt, dass auch unser Ausländer-Quartett nicht in allen Belangen überzeugen konnte.

2001 bis 2010 – eine Dekade im Zeichen des HCD

Wer die letzten zehn HCD-Saisons Revue passieren lässt, kann nur staunen:Vier Meistertitel, zwei Vizemeistertitel, eine Halbfinal- und dreiViertelfinal-Teilnahmen sind ein höchst eindrücklicher Leistungsausweis für Head CoachArno Del Curto und sein Team.Während auf sportlicher Ebene nahezu von einem Dauerhoch gesprochen werden darf, musste im wirtschaftlichen Bereich in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts ein existenzbedrohendes Sturmtief mit tiefroten Zahlen ausgestanden werden. Ab 2006 ist es aber gelungen, viermal in Folge ausgeglichene Jahresabschlüsse zu präsentieren. In der Berichtsperiode 2009/10 allerdings kam es aus einleuchtenden Gründen zu einem leichten finanziellen Rückschlag: die HCD-Jahresrechnung schloss mit einem Minus von CHF 199 000.

Frühes Aus im Viertelfinal zeigt sich in der Jahresrechnung

Es ist in hohemMasse dieAnzahl Playoff-Heimspiele, die darüber entscheidet, wie der HCD-Jahresabschluss aussieht. Final- und Halbfinalserien bringen verständlicherweise mehr Publikum in Bewegung, als dies während der Qualifikation der Fall ist. Diesmal kam das Lichterlöschen in der Vaillant Arena leider bereits nach drei Viertelfinalpartien, wobei die beiden Playoff-Spiele am Dienstag und Donnerstag ausgesprochen schwach besucht waren. Unsere Fans hatten offensichtlich nicht damit gerechnet, dass der mehrjährige sportliche Höhenflug ein so frühes Ende finden könnte. Bei vier von sechs HCD-Ertragssäulen kam es denn auch zu teilweise markantenMindereinnahmen – primär natürlich bei den Ticketerträgen, dann aber auch im Sponsoring sowie im Merchandising. Stabil blieb der Mittelzufluss aus dem Spengler Cup, während im Catering ein erfreulicher Ertragszuwachs zu verzeichnen war. Das hängt damit zusammen, dass das Catering im und ums Stadion am 1.November 2009 vollumfänglich in die Regie des Hockey Club Davos überging.

Spengler Cup: Still going strong!

Das Interesse am Spengler Cup Davos ist ungebrochen stark. 71 000 Zuschauer, 1000 mehr als imVorjahr, unterstützten die fünf Mannschaften live im Stadion. Diese sorgten für Spektakel auf dem Eis und holten neben dem Publikum in der Vaillant Arena 2,3 Millionen Zuschauer vor die Fernseher. Das entspricht gegenüber 2008 einer Steigerung von 240'000 Zuschauern. Für das Schweizer Fernsehen SF zählt der Spengler Cup zu den beliebtesten Sportanlässen der Schweiz. Auch der «Eisdome» fand grossen Anklang bei den Gästen, Sponsoren und Partnern. Täglich liessen sich rund 1000 VIP-Gäste im Hospitality-Bereich verköstigen. Bei der Cupvergabe gab es ein Novum: Der Sieg ging nach einem Finalsieg gegen den HC Davos an Dynamo Minsk und damit zum ersten Mal in der Spengler-Cup- Geschichte nach Weissrussland.

Spengler-Cup-Qualität ab 2010 noch höher

2010 wird das Davoser Traditionsturnier erstmals mit sechs Mannschaften ausgetragen. Es ist geplant, an den ersten drei Spieltagen (26., 27. und 28.Dezember) in zwei Dreiergruppen zu spielen. Die Gruppensieger sind für die Halbfinals gesetzt. Die Zweiten und Dritten derVorrunde bestreiten am vierten Tag zwei Viertelfinals. Am fünften Tag folgen die zwei Halbfinals, am Silvestermittag traditionsgemäss das Finale. OK-Präsident Fredi Pargätzi geht davon aus, dass die Qualität des Turniers durch den neuenModus noch höher wird. Das Teilnehmerfeld setzt sich jedenfalls aus klingenden Namen zusammen: SKA St. Petersburg, Spartak Moskau, Team Canada, Sparta Prag, Genf-Servette und Gastgeber HC Davos werden sich packende Partien liefern.

Viel Bewegung im Spielerkader – Kontinuität in der Führung

Über die gewichtigen Abgänge nach der Meistersaison wusste man Bescheid: Andres Ambühl, Michel Riesen, Petr Sykora und Robin Leblanc hinterliessen Lücken in der Offensive, die sich durch die Zuzüge von Mathias Joggi, Grégory Sciaroni und des Schweden Daniel Widing nur teilweise schliessen liessen. Natürlich kamen dadurch vermehrt talentierte junge Nachwuchskräfte zum Einsatz. Dazu gehörten beispielsweise Spieler wie Carbis und Donati, die ihre Sache gut machten.Als Handicap erwies sich das ungenügende Rendement von Alexandre Daigle, der Ende Oktober im Austausch für Oliver Setzinger nach Langnau transferiert wurde. Bereits nach drei Meisterschaftsspielen kames  bedauerlicherweise zum Totalausfall unseres Captains Marc Gianola, der als Folge einer gravierenden Knieverletzung gar seine 16-jährige HCD-Karriere beenden musste. Des Schlechten zuviel war dann aber eindeutig die schwere Verletzung von Topskorer Peter Guggisberg in der entscheidenden Meisterschaftsphase. Ein Fan im HCD-Internetforum stellte nach der Saison die berechtigte Frage: «Kann ein ‹Normalsterblicher› unter diesen Umständen einen Titel verteidigen? Die Antwort kann nur lauten: Die vergangene Saison muss als Aufbausaison gesehen werden.» Den zahlreichen Wechseln im Spielerkader der ersten Mannschaft steht eine bemerkenswerte Stabilität in der Führung entgegen. Sowohl im sportlichen Bereich als auch im Verwaltungsrat waren ein weiteres Mal keinerlei Mutationen zu verzeichnen.

Was auch noch geschah

Am 29. September 2009 ging im Zürcher Hallenstadion der Victoria Cup über die Bühne. Am Vortag spielte unsere Mannschaft in einem Exhibition Game gegen das NHL-Top-Team Chicago Blackhawks. Die mit Spannung erwartete Begegnung erwies sich dann als harmloses Freundschaftsspiel, dass die Nordamerikaner mühelos mit 9:2 für sich entschieden. Besser machten es anderntags die ZSC Lions. Die Zürcher erinnerten sich daran, dass Spitzeneishockey ein leidenschaftliches Kampfspiel ist. Damit gelang ihnen ein knapper, aber verdienter Überraschungserfolg gegen den hochfavorisierten nachmaligen Stanley-Cup-Sieger!

Die Nachwuchsförderung weiterhin im Fokus desVereins Hockey Club Davos

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Davoser Juniorenarbeit im Vergleich zu den Aktivitäten rund um die erste Mannschaft bei den Zuschauern und natürlich auch bei den Medien weniger im Rampenlicht steht. Das heisst aber keineswegs, dass in diesem Bereich ganz andere Qualitätsmassstäbe gelten würden. Wer sich nähermit der Materie befasst, wird feststellen, dass in der Nachwuchsförderung sehr hohe professionelle Standards zur Anwendung gelangen. Die vor einem Jahr eingeführte sportmedizinische Betreuung unserer jungen Talente ist nur ein Beispiel dafür. Beachtung verdienen auch die guten Rahmenbedingungen für den Spielbetrieb – sei es in Davos oder bei Auswärtsspielen. So werden die Junioren-Mannschaften und ihre Begleiter bereits seit längerem von professionellen Davoser Transportunternehmen zu den Matches gefahren – ein Service, der durch ein grosszügiges Sponsoring der Zürich Versicherungen ermöglicht wird. Wie den Unterlagen im Geschäftsbericht des Vereins zu entnehmen ist, fördern wir die Nachwuchsarbeit mit einem Millionenbudget. Dies geschieht zum einen natürlich im eigenen Clubinteresse, zum andern aber leisten der Verein, seine Angestellten und die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur sportlichsozialen Entwicklung von weit über hundert jungen Menschen.

Wir bedanken uns bei der grossen «HCD-Familie» für ihren riesigen Support

Der HCD verdankt seine bald 90-jährige Existenz einer Vielzahl von Freunden, Supportern und Sympathisanten. Ohne dieses eindrückliche Netzwerk gäbe es kein Spitzeneishockey in Davos. Wir nennen an dieser Stelle insbesondere die beiden Gönnervereine Club’89 und Kristall Club. Ohne den namhaften Mittelzufluss aus diesen Quellen liesse sich beispielsweise das Engagement eines kompetitiven Ausländer-Quartetts nicht finanzieren. Aber auch die Jahresbeiträge der HCD-Vereinsmitglieder sind für die Aufrechterhaltung der Nachwuchsförderung unverzichtbar. Der Verwaltungsrat und der Vereinsvorstand des Hockey Club Davos danken allen, die sich für den HCD in irgendeiner Form einsetzen.

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