Saison 2008 / 2009.
Arno wird bester Coach Europas.

Das 29. Meisterstück

Die 87. Saison seit dem Gründungsjahr bringt dem HCD den 29. Titelgewinn. Damit realisiert unsere erste Mannschaft bereits ihren vierten Meisterschaftssieg in diesem noch jungen Jahrtausend. Der Weg ins Finale führt diesmal über zweimal sieben Spiele gegen Lugano und Fribourg, bevor es zum packenden Showdown gegen die Kloten Flyers kommt. Trotz Heimrecht der Zürcher gewinnt unsere Mannschaft das entscheidende 7. Spiel 1:2. Der Hockey Club Davos bestätigt damit seinen Ruf als nachhaltig erfolgreiches Eishockeyunternehmen ein weiteres Mal. Den 29. Schweizer-Meister-Titel bezeichnet Arno Del Curto als seinen schönsten, da sein Team alle 21 Playoff- Partien auf konstant hohem Niveau gespielt hat.

Arno Del Curto von IIHF zum besten Coach Europas gekürt

Was die Fans des HC Davos schon immer gewusst haben, ist nun offiziell: Der Internationale Eishockey-Verband IIHF adelt Arno Del Curto als besten Trainer Europas. «Nein, es ist kein russischer Disziplinfanatiker, kein schwedischer Taktikfuchs und auch kein tschechischer Defensivprediger. Der beste Trainer Europas ist Arno Del Curto, ein Schweizer.» Mit diesen Worten lobt der Internationale Eishockeyverband den HCD-Meistercoach einen Tag nach Abschluss der Meisterschaft. In der Tat: Arno Del Curto hat mit dem HCD in den letzten 13 Jahren vier Meistertitel gewonnen und stand drei weitere Male im Final – eine Quote, die kein anderer Coach in Europa vorweisen kann!

Ausgeglichener Jahresabschluss im Meisterjahr

Die Geschichte lehrt uns, dass Meistertitel nicht in jedem Fall gleichbedeutend sind mit «meisterhaften» Jahresabschlüssen. Mit vereinten Kräften ist es uns wiederum gelungen, Aufwand und Ertrag auch dann im Gleichgewicht zu halten, wenn sportliche Höhenflüge zu undisziplinierter Ausgabenpolitik verleiten könnten. Im Geschäftsjahr 2008/09 sind alle HCD-Ertragssäulen gewachsen. Am deutlichsten fiel die Steigerung bei den erfolgsabhängigen Sponsoringerträgen aus, die gut 20% über dem Vorjahr liegen. Aber auch die Ticketeinnahmen weisen mit einem Plus von rund 13% eine erfreuliche Steigerung auf, was auf die von sechs auf elf gestiegene Zahl der Playoff- Heimspiele zurückzuführen ist. Ein noch besseres Ergebnis wäre einzig dann möglich geworden, wenn das Heimrecht in der Finalserie nicht auf Klotener, sondern auf Davoser Seite gelegen hätte. Da auch die Personalkosten in direkter Korrelation zu den klar definierten Erfolgskriterien stehen, weist die Hockey Club Davos AG in der konsolidierten Rechnung einen symbolischen Gewinn von CHF 7799.00 aus. Meisterschaften werden aber nicht allein auf dem Eis gewonnen. Langfristigen Erfolg im Sportbusiness haben nur Organisationen, die auch in den matchentscheidenden «Off Ice»-Disziplinen professionelle Arbeit leisten.

Alles wird besser – der Spengler Cup bleibt gut!

Die 82. Turnier-Edition findet mit dem HC Dynamo Moskau einen würdigen Sieger, der im Finalspiel das Team Canada mit 5:3 auf den Ehrenplatz verweist. Die Heimmannschaft belegt vor den beiden Turnierneulingen HC Energie Karlovy Vary/CZE und dem ERC Ingolstadt aus Deutschland den dritten Platz. Mehr als 70 000 Zuschauer verfolgen die 11 Spiele in der Vaillant Arena, während 150 Medienleute für internationale Print- und TV-Publizität sorgen. OK-Präsident Fredi Pargätzi bereitet für 2009 ein weiteres hochklassiges Turnier vor, das ab 2010 voraussichtlich auf sechs teilnehmende Mannschaften aufgestockt wird.

Erfolgskonstanz als Markenzeichen

Dass der Hockey Club Davos nun schon seit geraumer Zeit zugleich auf einer sportlichen und einer wirtschaftlichen Erfolgswelle reitet, kann natürlich nicht das Resultat von glücklichen Zufällen sein. Im Eishockey und auch in anderen Sportarten äussern sich Glück und Pech oft in Form von verletzungsbedingten Ausfällen von Schlüsselspielern. Die Saison 2008/09 verläuft in dieser Beziehung für den HCD tatsächlich sehr positiv, indem im Fanionteam kaum ins Gewicht fallende Verletzungen auftreten. Andere Zufallsfaktoren sind un geplante Abgänge oder Zuzüge von wichtigen Akteuren während der laufenden Meisterschaft. Hier kommt es tatsächlich zu diversen Mutationen, wovon eine – die überraschende Rückkehr des Nationalspielers Beat Forster von den ZSC-Löwen zu den Davoser Steinböcken – dazu führt, dass die reglementarisch festgelegten Schadenersatzzahlungen für vorzeitige Vertragsauflösungen in Zukunft von 500 000 auf 1 Million Franken erhöht werden.

Verjüngung des Davoser Spielerkaders

Bereits im Oktober gibt Stammspieler Michel Riesen seinen Wunsch bekannt, aus persönlichen Gründen per Ende Saison zu den Rapperswil Jona Lakers wechseln zu dürfen. Trotz weiterlaufendem Vertrag willigt der HCD aufgrund der grossen Verdienste des Spielers in die vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit ein. Das motiviert den mittlerweile 30-jährigen Torjäger, für den HCD nochmals Vollgas zu geben und seine letzte Spielzeit für die Gelb-Blauen als Top-Scorer zu beenden. Im Mai 2009 gelingt einem weiteren Davoser «Urgestein» ein deutlich spektakulärerer Transfer: Andres Ambühl reist vom Sertig in die Neue Welt und wird Mitglied der Organisation der New York Rangers. Abgänge von Schweizer Spitzenspielern dieses Kalibers sind nicht einfach zu verkraften. Gleichwertiger Ersatz zu erschwinglichen Konditionen ist kaum zu finden. Umso wichtiger werden talentierte Jungspieler mit gutem Entwicklungspotential – sei es aus der eigenen «Talentschmiede» oder auch aus anderen. Arno Del Curto wird auch in der kommenden Saison jungen Spielern von den HCD-Elite-Junioren Gelegenheit geben, im Fanionteam zu zeigen, was sie können. Zudem verstärken die Neuzuzüger Grégory Sciaroni von Ambri und Mathias Joggi aus Langnau die Offensivkraft der ersten Mannschaft. Weiterhin stark besetzt ist die Davoser Defensive, wo ebenfalls zwei neue Kräfte mitwirken werden: René Back kommt vom EV Zug und Tim Ramholt kehrt nach drei AHL-Jahren in die Schweiz bzw. zum HCD zurück.

Innovative sportmedizinische Betreuung des HCD-Nachwuchses

Für den Verein Hockey Club Davos steht nach wie vor die Förderung des HCD-Nachwuchses im Mittelpunkt der Aktivitäten. Hier geht es darum, durch gezielte, verantwortungsbewusste Arbeit die jungen Akteure Schritt für Schritt in die faszinierende Sportart Eishockey einzuführen und den Talentiertesten unter ihnen die Besonderheiten des Leistungssports aufzuzeigen. Neu wird ab Sommer 2009 die sportmedizinische Betreuung durch das Spital Davos stufengerecht auf alle HCD- Nachwuchsmannschaften ausgedehnt. Für die Kleins - ten steht ein kindgerechter Fitness-Test zur Verfügung, der vor allem die motorischen Fähigkeiten aufzeigt. Für die älteren Jahrgänge sind weitergehende sportmedizinische Untersuchungen und Leistungstests vorgesehen. Die fachliche Leitung der sportmedizinischen Betreuung liegt in den Händen des HCD-Clubarztes Dr. med. Gregor Niedermaier, Chefarzt Medizinische Klinik Spital Davos und Leiter von Davos-Sportmedizin. Die Clubführung erhofft sich dadurch auch eine bewusstere Einstellung der Spieler zu vernünftiger Ernährung und Lebensführung. Die Verwirklichung dieses aufwendigen Projekts verdankt der Hockey Club Davos dem Sponsoring- Engagement der AO Stiftung Davos.

Ein herzliches Dankeschön in die grosse HCD-Runde

Sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg hat immer viele Väter – und auch Mütter. Der HCD darf sich seit vielen Jahrzehnten auf ein tragfähiges Netzwerk von Freunden, Fans, Helfern und Mitarbeitern verlassen. In der Stunde des Erfolgs wollen wir nicht vergessen, dass in der langen Davoser Eishockey-Geschichte immer wieder auch Rückschläge und Enttäuschungen eingetreten sind. Aber immer dann, wenn die Schwierigkeiten und Herausforderungen übergross schienen, haben ideenreiche und grosszügige Anhänger unseres Bergclubs entscheidend dazu beigetragen, dass wir wieder im Konzert der Besten mitspielen konnten. Wir denken hier insbesondere an die beiden Gönnervereine Club ’89 und Kristall Club. Ohne die spontane Hilfe aus diesen Kreisen wäre beispielsweise der Forster-Transfer nicht zustande gekommen. Aber auch die Jahresbeiträge der 1427 HCD-Vereinsmitglieder möchten wir nicht unerwähnt lassen. Der Verwaltungsrat und der Vereinsvorstand des Hockey Club Davos danken allen, die sich für das Wohlergehen des HCD in irgendeiner Form engagiert haben. Zur HCD-Gemeinschaft gehören Hunderte, ja Tausende von Sympathisanten und Supportern, ohne die ein erspriessliches Fortbestehen der Davoser Hockeykultur nicht möglich wäre. Ein grosses und herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren und die uns – so hoffen wir – auch weiterhin unterstützen werden.

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